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Workshop für Lehrerinnen und Lehrer

Im Herbst 1988 kam es an der EOS "Carl von Ossietzky" zu einem Konflikt, an dessen Ende vier Relegationen standen: An der Schule existierte seit einem Jahr eine so genannte "Speakers' Corner", an der Schülerinnen und Schüler Artikel veröffentlichen und diskutieren konnten. Ein Artikel, der anregte, auf die bevorstehende Militärparade zu verzichten und der - verbunden mit einer Unterschriftenliste - durch die Klassen gereicht wurde, alarmierte die Partei- und Staatshierarchie bis hin zu Volksbildungsministerin Margot Honecker und veranlasste den SED-Staat zu harten Strafen.

Dieser Schulkonflikt fand schon 1988 ein außerordentliches Echo in der Öffentlichkeit. Nach der Friedlichen Revolution von 1989 wurden die Ereignisse vielfältig dokumentiert und interpretiert, im Jahre 2008 schließlich gab es am historischen Ort - dem heutigen Carl-von-Ossietzky-Gymnasium in Berlin-Pankow - Projekttage mit damaligen Akteuren und späteren Beobachtern. Stets standen in der Auseinandersetzung mit den damaligen Ereignissen solche Fragen im Zentrum wie: Wie kamen die Entscheidungen zustande, wie wurden sie umgesetzt und welche Widerstände gab es? Welche Handlungsmöglichkeiten hatten einzelne oder Gruppen mit abweichenden Meinungen in einem autoritären Staat? Kurz: In welchem Verhältnis standen Machtanspruch von Staats- und Parteiführung und reale Machtdurchsetzung in den unterschiedlichen Lebenswelten der DDR?

Der Schulkonflikt an der EOS "Carl von Ossietzky" im Jahre 1988 -

Macht oder Ohnmacht im SED-Staat?

Eine Fallstudie zur Alltags- und Strukturgeschichte in der DDR

Workshop zur Einführung in die Arbeit mit der gleichnamigen Publikation

Freitag, 6. 11. 2009, 15 - 18 Uhr

1. Schulpraktisches Seminar (S) Reinickendorf

Lindauer Allee 23 -25
13407 Berlin

Mit der Fallstudie "Der Schulkonflikt an der EOS ‚Carl von Ossietzky' - Macht oder Ohnmacht im SED-Staat?" legt Cultus e. V. - 20 Jahre nach der Friedlichen Revolution - eine Handreichung für den Unterricht zur DDR-Geschichte vor, in der innerhalb von vier Sequenzen systematisch und im Niveau aufsteigend historisch-politisches Urteilen geschult wird. Das umfangreiche Bild- und Textquellenmaterial zum Schulkonflikt von 1988 ist durchgängig didaktisch-methodisch erläutert, durch entsprechende Arbeitsaufträge kopierfertig aufbereitet und in der jeweiligen Stufe der Urteilbildung (sowie in der Verzahnung mit den anderen Sequenzen) begründet. Der heutige Workshop führt in die Struktur sowie die Themen der Fallstudie ein und testet ausgewählte Materialien.

Anmeldung über die Datenbank des LISUM:

http://www.fortbildung-regional.de/suchen/veranstaltungsdaten_anzeigen.php?pageID=cb&kurseid=26412&number=0

oder direkt über Cultus e. V.:

ulrich.hagemann@cultus-ev.de bzw. über die oben angegebenen Kontaktmöglichkeiten